Bundesarbeitsgemeinschaft
der Immigrantenverbände
in Deutschland e.V. 

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Weitere Links rund um das Thema Migration und mehr finden Sie hier...


Archiv 2010

Übersicht:

24. Dezember 2010 Frohe Weihnachten
3. Dezember 2010 25 jährige Jubiläumsfeier der BAGIV
25. November 2010 25. Jubiläum BAGIV
19.-21. November 2010 Sachbericht zur Maßnahme:
8. November 2010 Deutsche Sprache braucht keine Festschreibung in der Verfassung
5.-6. November 2010 Dritte Veranstaltung des Tandemprojektes in Berlin
3. November 2010 Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, nimmt am vierten Integrationsgipfel in Berlin teil
27. Oktober 2010 Presseerklärung: 3/10 2010
15. Oktober 2010 Mehrsprachigkeit als Chance
15. Oktober 2010 Integration - Dialog statt Ausgrenzung
8.-9. Oktober 2010 Zweite Veranstaltung des Tandemprojektes in Berlin
3. Oktober 2010 Rede des Bundespräsidenten Christian Wulff zum Tag der Deutschen Einheit
10. September 2010 Das Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung der Integration allein ist unzureichend.
9. September 2010 "Deutschland 2010"
7. September 2010 Gegen Rassismus und für gleiche Rechte
7. Juli 2010 Staatsministerin Böhmer legt 8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor
09. Juni 2010 Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) unterstützt den Aktionstag "Bildungspatenschaften direkt" - mehr als 150 Patenschafts- und Mentoringprojekte stellen sich vor
19. Mai 2010 Einwanderungsgesellschaft: Integration viel besser als ihr Ruf
14.-15. Mai 2010 Tandemprojekt in Berlin
9. Mai 2010 Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
8. Mai 2010 Fit in der Schule - Ohne Eltern geht es nicht!
2. Mai 2010 1960 - 2010
50 Jahre Griechen in Deutschland - eine Erfolgsgeschichte für zwei Nationen
23. April 2010 "Seminar für junge Spanier in Europa - Staatsbürgerschaft und Partizipation im Vereinswesen"
9. April 2010 Frauenkonferenz zum Thema "Politik in der Praxis - Politische Partizipation von Frauen mit Migrationshintergrund"
7. April 2010 Neue Ausschreibung für das Leadership-Programm der Bertelsmann-Stiftung
29. März 2010 Frohe Ostern
27. März 2010 Tagesveranstaltung zum Thema "Politik in der Praxis - Politische Partizipation von Frauen mit Migrationshintergrund"
27. März 2010 "Sinnvollwählen2010"
24. März 2010 "Verbesserte Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Abschlüssen und Qualifikationen"
13. März 2010 "Für Gleichheit, gegen Frauengewalt" -
50 Jahre spanisch-deutsches Anwerbeabkommen -
12. März 2010 Das schwedische Parlament:
Massaker an Armeniern in der Türkei war Völkermord
9. März 2010 NEWROZ-FEST
27. Januar 2010 Besuch des Hessischen Landtages
11. Januar 2010 Eröffnung des Projektes "Migration als Chance in Gütersloh"

 

Weihnachten - das Fest der Familie
zuhause in Freundschaft

überall auf der Welt.

Bewahren wir den Frieden im Umgang
miteinander auch über Weihnachten
hinaus.

Wir wünschen unseren Mitgliedern,
Freunden und allen Menschen ein
schönes Weihnachtsfest.

Machen wir 2011 gemeinsam
zu unserem Jahr!

 

3. Dezember 2010

25 jährige Jubiläumsfeier der BAGIV

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In feierlichem Rahmen wurde am vergangenen Freitag, den 3. Dezember, in der Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin das 25-jährige Jubiläum der BAGIV in Anwesenheit von hohen Gästen aus dem In- und Ausland gefeiert.

Die Beauftragte der Bundesregierung Staatsministerin Böhmer brachte in ihrem Grußwort die Glückwünsche der Kanzlerin und gratulierte der BAGIV für die Hartnäckigkeit und den Ideenreichtum, den sie in den vergangenen 25 Jahren bewies. Die Einrichtung des Integrationsgipfels, des Nationalen Integrationsplans, dem bald ein gemeinsam mit den Migrantenorganisationen zu erarbeitender Aktionsplan folgen soll, zeugen von einem spürbaren Fortschritt in Sachen Integration, unterstrich Frau Prof. Dr. Maria Böhmer. Auf die aktuelle Diskussion eingehend widersprach sie dem "Zerrbild von der Integration", das mancher in letzter Zeit zeichne, und stellte klar, "die Integration ist nicht gescheitert, sondern das Zusammenleben in unserem Land funktioniert, es funktioniert gut und Sie stellen es immer wieder unter Beweis". Die Integration bezeichnete sie als "gleichberechtigte Teilnahme und Verantwortung" aller im Lande Lebenden.

Eine Lanze brach die Beauftragte der Bundesregierung für die Muttersprache der Migrantenkinder. Sie erinnerte sich daran, wie neidisch sie als Kind gewesen sei auf eine Mitschülerin, die außer Deutsch auch Französisch sprach, da ihre Mutter Französin war. Das Erlernen der Muttersprache eröffne für die Migrantenkinder bessere Chancen im Beruf, unterstich sie.

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Prof. Böhmer bezeichnete Bildung als einen Kernbereich der Integrationspolitik und stellte sich demonstrativ auf die Seite von BAGIV und anderen Migrantenorganisationen in deren Forderung nach einem "verpflichtenden letzten Kindergarten-Jahr". Besser sei es, noch früher die Kinder in den "Lernort Kindergarten" zu schicken, weil dort mögliche sprachliche oder sonstige Defizite vor der Einschulung behoben werden könnten. In diesem Zusammenhang kündigte sie ein neues Gesetz im nächsten Jahr an, das die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufs- und Studienabschlüsse regeln wird.

Die Beauftragte der Bundesregierung griff die Forderung der BAGIV nach voller politischer und sozialer Partizipation der Migranten auf und lud sie zur Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft ein, die sie als "echte Chance der Teilhabe" bezeichnete. Im weiteren Verlauf ihrer Botschaft begrüßte sie das "Umdenken in der Integrationspolitik", das von der Erkenntnis getragen werde, es gehe um die "gemeinsame Zukunft" im gemeinsamen Deutschland, "getragen von gegenseitigem Respekt und Vertrauen". Schließlich übermittelte sie den "Dank und die Wertschätzung" der Kanzlerin und drückte ihre Freude darüber aus, im Schulterschluss mit der BAGIV zusammenzuarbeiten.

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Zuvor war ein übermitteltes Grußwort des Bundespräsidenten verlesen worden, in dem Christian Wulff mit Befriedigung feststellt, dass die in der BAGIV aktiven Verbände früher als andere erkannt hätten, welche Chancen in einer gemeinsamen, nationalitätenübergreifenden Interessenvertretung liegen - für die Einwanderer aber auch für die aufnehmende Bevölkerung.

Die BAGIV wird vom Bundespräsidenten als eine "wichtige Stimme in der politischen Diskussion" angesehen, "weil sie als Dachverband mit einer Stimme spricht". Heute wisse man, wie wichtig Integrationspolitik für alle Beteiligten sei, unterstreicht der Bundespräsident in seiner Botschaft und bezeichnet in diesem Zusammenhang die BAGIV als "wertvollen Ansprechpartner für die politisch Verantwortlichen. Denn damit Integration gelingt, stellt der Bundespräsident fest, muss die aufnehmende Bevölkerung offen sein für die Vielfalt und den sprachlichen und kulturellen Reichtum der Einwanderer, während andererseits die Migranten die Regeln dieser Gesellschaft respektieren und ein eigenverantwortliches Leben führen sollen. Dafür seien starke, verlässlich arbeitende Vertreter von Migrantenorganisationen unverzichtbar. Es sei der BAGIV und ihren Verbänden gelungen, diese Grundsätze in vielen Projekten zu stärken, und so baue sie am Fundament des Vertrauens, das für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft unerlässlich sei, schließt der Bundespräsident.

Ulrich Kober, der Gastgeber von Seiten der Bertelsmann Stiftung, begrüßte den "Klimawandel". Während man zur Zeit der Gründung der BAGIV vom "Einwanderungsland wider Willen" sprach, ist in unseren Tagen die Integration zur Chefsache erklärt worden. Dies solle man "selbstbewusst ausnutzen", empfahl Kober, denn der Jubilar und die anderen Migrantenorganisationen seien aktive und gewünschte Gesprächspartner für Politik und Gesellschaft.

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Im Namen der Bertelsmann Stiftung, mit der die BAGIV in den vergangenen zehn Jahren fruchtbar kooperierte und ihre unschätzbare Unterstützung erfuhr, wünschte ihr Ulrich Kober, Director des Programms Integration und Bildung in der Bertelsmann Stiftung, ihre Kraft voll zu entfalten. "Das tut dem Land gut, denn wir wissen, wir können unsere Zukunft nur gemeinsam gestalten".

In seiner Ansprache hob der Präsident des Deutschen Paritätischen Wohlfahrts-Verbands (DPWV), Dr. Eberhard Jüttner, die "zentrale Rolle der BAGIV" hervor, denn sie sei ein wichtiger Partner "im und für den DPWV für das Erreichen des Zieles der gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilnahme der Migranten". Dr. Jüttner begrüßte es, dass inzwischen die Politik die Wichtigkeit der Rolle von Migrantenorganisationen für die Erreichung dieses Zieles anerkannt habe. Gleichzeitig forderte er die Politik auf, ein bereits erarbeitetes Konzept für die Förderung der Strukturen von Migrantenselbstorganisationen zu finanzieren, damit sie ihrer Rolle langfristig gerecht werden können.

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In einem Vortrag wurde die Geschichte der BAGIV präsentiert, während die Professoren Jochen Rehbein, Wolf-Dietrich Bukow und Maria Dietzel-Papakyriakou jeweils die Themen Mehrsprachigkeit, Bildung und Altern in der Migration abhandelten.

Weitere Bilder der Jubiläumsfeier finden Sie hier.


 

25. November 2010

25. Jubiläum BAGIV

Seit einem Vierteljahrhundert setzen sich die BAGIV und ihre Mitgliedsorganisationen für die Belange der in Deutschland lebenden MigrantInnen ein. Erfolgte die Gründung vor 25 Jahren
aus Hilfe zur Selbsthilfe, so hat sich unsere Organisation heute zu einem Experten für migrationspolitische Fragen auch für die höchste Regierungsebene entwickelt.

Der Weg dorthin war häufig geprägt von Desinteresse oder gar Widerstand. Es ist den vielen ehrenamtlichen Mitbegründern, Präsidenten, stellvertretenden Präsidenten, Geschäftsführern und allen Ehrenamtlern der BAGIV zu verdanken, dass ihre Arbeit trotz zahlreicher Schwierigkeiten fortgesetzt worden ist und sie ihre Forderungen den neuen Ansprüchen der Einwanderungsgesellschaft stetig anpassen konnte.
Die Jubiläumsfeier bietet die Gelegenheit, diese herausragenden Persönlichkeiten zu ehren, aber auch unseren Willen zu bekräftigen, auf diesem Wege unbeirrt fortzufahren.

Wir erwarten Gäste aus Gesellschaft, Wissenschaft und Politik und natürlich Vertreter der Mitgliedsorganisationen der BAGIV. Dank der Bertelsmann Stiftung kann die Jubiläumsfeier am 3. Dezember 2010 in der Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1 in Berlin ganztätig stattfinden.


 

19.-21. November 2010

Sachbericht zur Maßnahme:

Stärkung der interkulturellen Kompetenzen

Die BAGIV hat vom 19. auf den 21. Dezember 2010 eine erfolgreiche Fachtagung zum Thema "Fit in der Schule - ohne Eltern geht es nicht" in Berlin durchgeführt. Zahlreiche Teilnehmer/innen aus den Mitgliedsorganisationen hatten die Gelegenheit den Vorträgen aus Theorie und Praxis zu folgen und das Thema "Stärkung der interkulturellen Kompetenzen" ausgiebig zu diskutieren. Herr Mehmet Tanriverdi (Präsident der BAGIV) hat auf die Bedeutung der Interkulturalität für die Weiterbildung von jungen Menschen hingewiesen und für eine stärkere Beachtung der familiären Ressourcen plädiert. Frau Carmen Couto (Stellvertretende Vorsitzende des Spanischen Bundesverbandes) hat herausgestellt, dass Schüler/innen mit Migrationshintergrund bald nicht mehr die Ausnahme im deutschen Erziehungswesen sind und hat die Konsequenzen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Schüler/innen, Eltern und Lehrkräften beleuchtet. Die Begleitung von Eltern mit Migrationshintergrund durch MultiplikatorInnen aus den Mitgliedsorganisationen, die als Mittler in Erziehungs- und Bildungsfragen agieren, stellte Sie als essentielles Zukunftsziel im Rahmen des von der BAGIV ins Leben gerufenen Projektes dar.

Die Kombination aus Theorie und Praxis hat die Teilnehmer/innen zu ausgiebigen Diskussionen in den anschließenden Arbeitsgruppen angeregt und zeigt, dass dem Thema ein hoher Stellenwert zukommt. In diesen Arbeitsgruppen sind Strategien erarbeitet worden, um die Eltern mit Migrationshintergrund für die Thematik zu sensibilisieren und sie durch die Mittler in den verschiedenen Mitgliedsvereinen auszubilden und zu stärken. Insgesamt wurde die Tagung als eine sehr gelungene Auftaktveranstaltung beurteilt.


 

8. November 2010

Deutsche Sprache braucht keine Festschreibung in der Verfassung

Es ist nachvollziehbar, dass der Verein, Deutsche Sprache e.V. der sich u.a. für den Erhalt und die Pflege der Deutschen Sprache einsetzt, ein Interesse daran hat, die Deutsche Sprache zu schützen und zu stützen.Nur frage ich mich warum? Wovor haben wir Angst. Es nimmt uns ja keiner unsere Sprache.

Wenn dort von Mitgliedern z.B. von einem "Leugnen der Sprache" gesprochen wird, frage ich mich zudem, wer leugnet denn bitte die deutsche Sprache. Was soll hier inszeniert werden? Was steckt dahinter? Kann man Sprache nicht über Qualitätsstandards fördern?

Wir hatten diese Diskussion bereits vor zwei Jahren und da bin ich heute wie damals der Meinung, dass etwas Selbstverständliches, wie von der Bundeskanzlerin, Frau Merkel, damals zutreffend definiert, nicht in der Verfassung festzuschreiben ist.

Eine Sprache fördert man nicht durch Verordnung und Aufnahme in die Verfassung. Sprache ist das Mittel zur Kommunikation und damit unabdingbare Voraussetzung für die Integration.

Nur weil sich Menschen in ihrer Heimatsprache vielleicht mal auf Amtskorridoren oder auf Schulhöfen unterhalten, dürfen wir nicht gleich missbräuchliche Hintergründe vermuten.

Wer hier lebt, braucht die Deutsche Sprache um sich zu Recht zu finden. Das Deutsch die Amts- und Kommunikationssprache hier im Lande ist, wird von niemandem in Zweifel gezogen.

Deshalb brauchen wir aber keine Festschreibung der Sprache im Grundgesetz.

So Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV, im Gespräch mit der Deutschen Welle am 08.11.2010.


 

5.-6. November 2010

Dritte Veranstaltung des Tandemprojektes in Berlin

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Die BAGIV hat die gemeinsamen Weiterbildungsveranstaltungen für Mitgliedsorganisationen mit dem Paritätischen Gesamtverband fortgeführt. Die 20 Teilnehmer/innen hatten in der zweitägigen Veranstaltung die Gelegenheit, sich über den Themenschwerpunkt "Gesundheit" umfassend zu informieren. Achim Weber (Referent für Selbsthilfe, Prävention und Rehabilitation) referierte über die verschiedenen Funktionen, die Selbsthilfegruppen im Gesundheitssystem erfüllen, sowie exemplarisch über zwei Projekte des Paritätischen/ Paritätischer Mitgliedsorganisationen in Hamburg (KISS "Weiterentwicklung der Selbsthilfeunterstützung für Migrantinnen und Migranten in Hamburg") und Nordrhein-Westfalen (GSP "Gesundheitsselbsthilfe NRW und Migration"). Darüber hinaus informierte er darüber, wie man eine Selbsthilfegruppe gründen kann und unter welchen Voraussetzungen Präventionsmaßnahmen von den Krankenkassen finanziert werden könnten. Zur Einführung in das Thema "Alter" haben die Teilnehmer/innen einen von der BAGIV produzierten Film "Ältere Migrantinnen und der potentielle Beitrag der Selbstorganisationen" gesehen und intensiv miteinander diskutiert. Im Anschluss daran hat Frau Athena Leotsakou (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der BAGIV) den Beitrag durch einen Vortrag zum Thema "Pendelmigration im Alter" ergänzt.

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Ein Besuch im "Internationalen Pflegehaus Kreuzberg" und die Vorstellung des kultursensiblen Pflegeansatzes durch den stellvertretenden Pflegedienstleiter Herrn Rachid Amessegher rundeten das Programm ab. Zum Abschluss hatten die Teilnehmer/innen die Gelegenheit in Kleingruppen über ihre bisherige Arbeit in den Organisationen vor Ort zu reflektieren sowie zukünftige Maßnahmen zu erarbeiten.


 

3. November 2010

Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, nimmt am vierten Integrationsgipfel in Berlin teil

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Nach den letzten hitzig geführten Debatten, die den Eindruck vermitteln, als habe es das Thema Integration vor dem Herbst 2010 nicht gegeben, fällt der Gipfel in eine Phase besonders heftiger Debatten um Integration.
Man behält kaum noch den Überblick über Gipfel, Pläne, Aktionspläne in Sachen Integration, die die Regierung regelmäßig ins Werk setzt und verabschiedet.

Bei dem vierten Integrationsgipfel am 3. November in Berlin nahmen neben der Bundesregierung nach Angaben des Kanzleramts 35 Migrantenorganisationen, dazu Repräsentanten von Bund und Ländern, von Wirtschaft, Medien, Sport und Kultur, insgesamt 115 Menschen teil.

Im Mittelpunkt stand dabei ein Nationaler Aktionsplan, mit dem die bereits zuvor beschlossenen Maßnahmen zur Integration des Nationalen Integrationsplans konkretisiert werden sollen. Es bleibt bei den Schwerpunktthemen Sprache, Bildung und Ausbildung sowie Arbeitsmarkt, zu denen präzise Integrationsziele mit klarem Zeitfenster festgelegt werden, um die Erfolge auch überprüfbar zu machen. Ebenso werden neue Themen wie Gesundheit und Pflege, sowie Migranten im öffentlichen Dienst aufgenommen. Die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer (CDU) forderte außerdem die Schaffung eines Integrationsministeriums.

Über die bisherigen Ergebnisse gehen die Meinungen auseinander. "Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte die Integrationsbeauftragte Böhmer. "Viele der über 400 Selbstverpflichtungen sind erfüllt. Die Integration kommt voran." Den letzten Satz unterschreibt auch der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, aber er wirft der staatlichen Seite vor, ihre Hausaufgaben gerade auf dem wichtigen Feld der Bildung nicht gemacht zu haben. In Sachen Schulabbrecherquote, die für Migrantenkinder auf das Niveau der Nichtmigranten gesenkt werden sollte, habe sich "nichts getan", sagte Tanriverdi dem Tagesspiegel. Thema der BAGIV ist die soziale, politische und kulturelle Teilhabe von Migranten, die der Präsident mit Nachdruck verfolgt, durchaus auch unbequem. Dabei weist er immer wieder, auf die herausragende Bedeutung des Bildungsbereichs und des Sports für eine erfolgreiche Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund hin.

Der BAGIV sind die vielen Selbstverpflichtungen im Nationalen Integrationsplan noch viel zu unverbindlich. Gefordert sind Zeitvorgaben und ein durchsichtigeres Überprüfungssystem.
Ein Aktionsplan, dessen Umsetzung auf Freiwilligkeit beruht und dessen Ziele »nur auf dem Papier stehen, geht mir persönlich nicht weit genug«, so Mehmet Tanriverdi.


 

27. Oktober 2010

Presseerklärung: 3/10 2010

Integration wird erschwert

Die Verabschiedung von Integrationsgesetzen eine Woche vor dem 4. Integrationsgipfel ist
weder ein gutes Signal noch trägt sie konstruktiv zur Verbesserung des Integrationsprozesses bei.

Dieser Übereifer ist einzig und allein der negativen Debatte der letzten Monate gezollt und das Ergebnis einer migrantenfeindlichen Stimmungsmache. Wie sonst erklärt man sich solch rasches Vorgehen, wenn laut Koalitionsvereinbarung lediglich "Maßnahmen (.) zu prüfen" seien!

Um Missverständnissen vorzubeugen, die BAGIV verurteilt Zwangsverheiratung und spricht sich ebenso gegen das Eingehen von Scheinehen aus. Nur wird eine Verlängerung der Ehebestandspflicht von 2 auf 3 Jahre diese nicht verhindern können! Wer bereit ist 2 Jahre lang ein Scheinleben zu führen, wird dies auch 3 Jahre lang tun. Wir reden hier über eine kleine Gruppe Krimineller und verurteilen pauschal binationale Partnerschaften als Täuschungsmanöver, um Aufenthaltserlaubnisse zu erschleichen. Wenn deutsche Ehen nach weniger als zwei oder drei Jahren auseinander gehen, stört es niemanden! Migranten hingegen schreiben wir ein Mindesthaltbarkeitsdatum für Ehen vor!
Was soll dieser Eingriff in die Privatsphären? Haben wir vergessen, aus welchen Gründen damals die Ehebestandszeit von vier auf zwei Jahre verkürzt wurde? Es galt diejenigen zu schützen, die in einer für sie unerträglichen Situation lebten. Hier überschreitet der Staat eindeutig seine Grenzen. Für uns ist diese Verschärfung ein klarer Rückschritt in die 60iger Jahre und für all diejenigen, besonders die Frauen, die sich damals für eine Verbesserung ihrer Situation eingesetzt haben, ein klarer Schlag ins Gesicht.

Integrationskurse sind sicher ein bewährtes Mittel, um sich zu Recht zu finden, in der neuen Wahlheimat und das "Einleben" zu erleichtern. Aber eine staatliche Zwangsverordnung kann nicht das Mittel der Wahl sein! Wir müssen mehrgleisig fahren: für neu ins Land kommende Migranten kann ein Integrationskurs durchaus Erleichterung im Eingliederungsprozess bringen.
Aber für seit vielen Jahren hier lebende Migranten, z.B. eine 56 jährige Witwe, kann so ein Integrationskurs eine nicht zu überwindende Hürde darstellen. Was bleibt, ist die Ausweisung in ein Land, dass vor vielen Jahren, aus welchen Gründen auch immer, verlassen werden musste und zu dem keine Bindung mehr besteht.

Wer entscheidet da eigentlich über die vollzogene Integration? Menschen bringen alle ihre eigene Geschichte mit. Wir müssen Kompetenzen schaffen und fördern und dürfen im Gegenteil nicht diejenigen bestrafen oder diskriminieren, die hier Defizite aufweisen.

Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV, sieht in dem Vorgehen der Bundesregierung eindeutig eine Verschärfung. "Für uns verfehlt die Bundesregierung mit der Verschärfung der Integrationsgesetze ihr Ziel und handelt einem förderlichen Integrationsprozess völlig kontraproduktiv entgegen."


 

15. Oktober 2010

Mehrsprachigkeit als Chance

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KMK und Migrantenselbstorganisationen haben sich Ende 2007 gemeinsam verantwortlich erklärt und freiwillig verpflichtet, Bildung für Alle möglich zu machen und Chancengerechtigkeit zu schaffen und gingen auf eine Reihe von Verpflichtungen ein. Diese sollten nach Ablauf von zwei Jahren eine gemeinsame Einschätzung der Vereinbarung vornehmen.
Die BAGIV wurde von ihrem Präsidenten vertreten und legte ein Arbeitspapier der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung vor, in dem eine kurze Bilanz gezogen wurde und worauf Mehmet Tanriverdi nochmals Stellung bezog.
Die führenden 6 Migrantenverbände und die Kultusminister haben sich auf der Sitzung der 331. Kultusministerkonferenz darauf verständigt, die gegenwärtigen Fördermodelle mit Sprachförderung und reduzierten Schülerzahlen zu verstärken. Als "wenig hilfreich" bezeichneten sie einen Deutsch-Zwang auf Pausenhöfen.

Es wurde gemeinsam verabschiedet:

1. Die Erfassung der Angebote des muttersprachlichen Unterrichts und deren Wahrnehmung.

2. Die Anerkennung der Abschlüsse soll erfasst und die Ergebnisse sollen beim Austausch vorgelegt werden.

3. Das von der BAGIV vorgelegte Arbeitspapier zur 331. Kultusministerkonferenz soll im Ausschuss der KMK behandelt und beantwortet werden.

4. Die Runde trifft sich zukünftig jährlich.

5. Die Teilnehmer erteilen der Forderung "Deutschzwang auf den Pausenhöfen" eine Absage.

Die Vertreter der Migrantenverbände betonten ausdrücklich den Stellenwert der Bildung in der Integration.

Pressespiegel zum Thema:

http://taz.de/1/zukunft/bildung/artikel/1/integrationsfaule-kultusminister/

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E5F5B2D96C19B40F79AC3B1C2D69C8E0F~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Presseerklärung und Arbeitspapier

Gemeinsame Presseerklärung zum 15.10.

Arbeitspapier der BAGIV zur 331 KMK


 

15. Oktober 2010

Integration - Dialog statt Ausgrenzung

Deutscher Kulturrat formuliert gemeinsam mit Migrantenorganisationen Handlungsempfehlungen für eine gelingende interkulturelle Bildung

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat gemeinsam mit dem Bund Spanischer Elternvereine e.V., der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in der Bundesrepublik Deutschland e.V., dem Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V., dem CGil-Bildungswerk e.V., der Deutschen Jugend aus Russland e.V., der Föderation der türkischen Elternvereine e.V., dem Forum der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., sowie dem Polnischen Sozialrat e.V. einen Runden Tisch ins Leben gerufen, um gemeinsame bildungspolitische Handlungsempfehlungen für Bund und Länder zu erarbeiten.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit haben der Deutsche Kulturrat sowie diese Migrantenorganisationen fünf wesentliche Handlungsempfehlungen formuliert:

  • Interkulturelle Bildung muss im Rahmen der kulturellen Bildung in der vorschulischen, schulischen, beruflichen und nachberuflichen sowie der außer-schulischen Bildung gestärkt und gefördert werden.
  • Die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, inklusive der Muttersprachen der Zuwanderer, muss verstärkt Anerkennung und Wertschätzung erfahren.
  • Alle Kinder und Jugendliche müssen unter besonderer Berücksichtigung ihres kulturellen Hintergrundes individuell gefördert werden.
  • Erzieher, Lehrer und Pädagogen müssen in ihrer Lehrerausbildung inter-kulturell qualifiziert werden.
  • Die interkulturelle Öffnung und Professionalisierung aller zivil-gesellschaftlichen Strukturen müssen gestärkt und gefördert werden.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Bei der politischen Debatte um Integration und Zuwanderung wird vielfach übersehen, dass Deutschland nicht erst seit gestern ein Zuwanderungsland ist. Seit nunmehr 50 Jahren prägen die Zuwanderinnen und Zuwanderer das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Deutschland. Deswegen ist es dem Deutschen Kulturrat so wichtig, mit verschiedenen Interessensorganisationen von Zuwanderern zusammenzuarbeiten, um bildungspolitische Herausforderungen gemeinsam aktiv anzugehen. Dialog statt Ausgrenzung ist das Geheimnis von Integration."

  • Die im Rahmen des Runden Tisches, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, gemeinsam verfasste Stellungnahme "Lernorte interkultureller Bildung im vorschulischen und schulischen Kontext" finden Sie unter: http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1881&rubrik=4

 

8.-9. Oktober 2010

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Zweite Veranstaltung des Tandemprojektes in Berlin

Die BAGIV hat die gemeinsamen Weiterbildungsveranstaltungen für Mitgliedsorganisationen mit dem Paritätischen Gesamtverband fortgeführt. Die 25 Teilnehmer/innen hatten in der zweitägigen Veranstaltung die Gelegenheit, sich über den Themenschwerpunkt "Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit" umfassend zu informieren. Dr. Thomas Pudelko (Referent für Jugendsozialarbeit und Schule) referierte über das Jugendhilfesystem des Paritätischen. Peter Fialka (Referent für Freiwilligen- und Lerndienste) hielt seinen Vortrag über Voraussetzungen und Einsatzmöglichkeiten für interessierte Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr. Außerdem wurde die mangelnde Bildungsbeteiligung von Schüler/innen mit Migrationshintergrund von Frau Athena Leotsakou (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der BAGIV) dargestellt und Konzepte zur Verbesserung der Situation mit den Teilnehmern intensiv diskutiert.

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Herr Sergio Cortés (Referent für das Projekt "Integration durch Partizipation" hat in diesem Zusammenhang die Bildungsinitiative "AB In die Zukunft" des Forums der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen vorgestellt, sowie über weitere Fortbildungsmaßnahmen für Migrantenorganisationen informiert. Zum Abschluss hatten die Teilnehmer/innen die Gelegenheit in Kleingruppen über ihre bisherige Arbeit in den Organisationen vor Ort zu reflektieren, sowie über zukünftige Maßnahmen erarbeiten.


 

3. Oktober 2010

Rede des Bundespräsidenten Christian Wulff zum Tag der Deutschen Einheit

Die BAGIV begrüßt die Botschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff in seiner Rede zum 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung in Bremen, die wachsende Vielfalt in der Einwanderungsgesellschaft als alltägliche Herausforderung anzunehmen.

Wulff hat neben den Erfolgen der Integrationspolitik auch die Sorgen und Ängste der Bürger im Zuge des Integrationsprozesses angesprochen. Er hat in seiner Ansprache klar gemacht, dass Deutschland nur dann zur Einheit finde, wenn die Integration insgesamt gelinge. Sein Hinweis, dass nicht nur die Zuwanderer sich integrieren müssten, sondern auch Deutschland etwas für sie tun müsse, ist nach Ansicht der BAGIV ein wichtiger Ansatz für die zukünftige Integrationsdebatte.

Die BAGIV hofft, dass diesen klaren Worten auch Taten folgen. Immer noch bleibt das Thema Integration eine große Zukunftsherausforderung für unser Land und es müssen allen voran die Probleme der Zuwanderer im Bildungsbereich, bei der sozialpolitischen Teilhabe, der Inanspruchnahme von sozialen Leistungen, wie etwa im Pflegebereich, oder der Integration in den Arbeitsmarkt gelöst werden, um eine reale Integrations- und Gleichstellungssituation der Migranten herzustellen.


 

10. September 2010

Das Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung der Integration allein ist unzureichend.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und der Präsident des BAMF Dr. Albert Schmid, haben ein Aktionsprogramm zur Verbesserung der Integration vorgelegt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte wolle die Bundesregierung damit einen "Beitrag zur Sachlichkeit" leisten und ein "differenziertes Bild der Wirklichkeit, mit differenzierten Vorschlägen" geben. Die Bundesregierung räumt ein, dass sie bisher zu wenig getan hat. In dem Aktionsprogramm, welches dem vom BAMF vorgelegten Integrationsprogramm entnommen wurde, empfiehlt Innenminister de Maizière nun, mehr Lehrer mit Migrationshintergrund einzustellen. Diese könnten wichtige Vorbilder für Schüler sein.

Die BAGIV begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, welches vorsieht verstärkt Lehrer mit Migrationshintergrund einzustellen, dies allein reicht aber nicht aus, da nur ein Puzzleteil aus dem Integrationsprogramm in das Aktionsprogramm der Bundesregierung aufgenommen wurde.
Die Nutzung der Ressourcen von Pädagogen mit Migrationshintergrund ist eine jahrelange Forderung der BAGIV, da sie durch ihre interkulturellen Kompetenzen zur höheren Bildungsbeteiligung der Zugewanderten, aber auch zu deren Integration deutlich beitragen können. Derzeit entscheiden sich nur ca. sechs Prozent aller Studenten mit Migrationshintergrund für ein Lehramtsstudium. Bei den Deutschen sind es ca. zwölf Prozent.

Das vom BAMF in den letzten Jahren erarbeitete Integrationsprogramm ist sehr umfangreich. Daran beteiligt war neben Vertretern von Bund und Ländern auch die BAGIV in Vertretung der Migrantenverbände.
Die BAGIV würde es begrüßen, wenn die Empfehlungen der Bundesregierung von den Ländern aufgegriffen und umgesetzt werden.


 

9. September 2010

"Deutschland 2010"

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Das Institut für deutsche Sprache und Kultur e. V. der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg wurde für sein Deutschlehrer-Projekt "Deutschland 2010" als "Ausgewählter Ort" ausgezeichnet. Im Rahmen einer Fortbildung anlässlich des zwanzigsten Jahrestags des Mauerfalls erkunden Deutschlehrer aus der Europäischen Union gemeinsam das wiedervereinigte Deutschland. Zum Programm am traditionsreichen Standort Wittenberg gehören die Unterbringung in Gastfamilien, Unterrichtshospitationen sowie der Besuch verschiedener Einrichtungen. Für diesen Beitrag zum Zusammenwachsen von Ost und West erhält das Institut zusätzlich zur Würdigung als "Ausgewählter Ort" den Sonderpreis "Gelebte Einheit".

"Sie erhalten zu Recht den Sonderpreis für Ihr europäisches Deutschlehrerprojekt, denn die Vermittlung der deutschen Sprache ist weit mehr als das Einstudieren von Grammatikregeln und Vokabelabfragen", lobte 365 Orte-Jurymitglied Mehmet Tanriverdi, der zugleich Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland e. V. (BAGIV) ist, in seinem Grußwort zum Thema "Sprache als Schlüssel zur Integration".

Anlässlich der doppelten Auszeichnung bot ein Tag der offenen Tür rund 100 Gästen, darunter Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg Eckhard Naumann und Vertreter aus Wirtschaft und Medien sowie Schüler und Studenten, Gelegenheit zum Austausch. Projektpräsentationen, Workshops und zahlreiche Vorträge gaben einen guten Einblick in die interkulturelle Arbeit des Instituts und dessen internationale Gemeinschaft.

"Ich danke den Mitarbeitern, durch deren Engagement wir für würdig befunden worden sind, ein ,Ausgewählter Ort' zu sein, der Stadt Wittenberg und den Gasteltern, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre", freute sich Prof. Dr. Hans-Joachim Solms, Direktor des Instituts für deutsche Sprache und Kultur e. V. Mit einem anschließenden Vortrag über die Eigenheiten der deutschen Sprache sorgte er für Tränenlacher im Publikum.

www.sprache.uni-halle.de

TV-Beitrag vom RBW: http://rbwonline.de/beitrag/filmbeitrag2.php?id=40769


 

7. September 2010

Gegen Rassismus und für gleiche Rechte

Wir haben zwar in Deutschland deutliche Integrationsdefizite, und darüber wird auch seit vielen Jahren debattiert, aber das darf nicht zur Verunglimpfung einzelner ethnischer und religiöser Gruppierungen durch rassistische Äußerungen von Tilo Sarazzin führen. Wir warnen vor Schnellschüssen und vor restriktiven Maßnahmen in der Zuwanderungs- und Migrantenpolitik. Der Kampf gegen jegliche Form des Rassismus ist eine Herausforderung.

Uns erschrecken die radikalen und rassistischen Tendenzen, die in der Mitte der Gesellschaft vorhanden sind und denen Boden gegeben wird, wach zu werden. Hier fordern wir die Politiker aller Parteien auf, sich deutlich zu distanzieren und wir erwarten von den politischen Parteien und der Bundesregierung, dass sie diesen Strömungen eine Politik entgegensetzen, die dem Rassismus im Alltag und der strukturellen Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Bereichen gegen Minderheiten und "Andere" wirksam bekämpft.
Die zu ergreifenden Maßnahmen sollten nicht in kontraproduktiven Bestrafungen, Verschärfungen und Kontrollen liegen, sondern vielmehr fordern wir, dass der seit Jahren positiv laufende Integrationsprozess weitergeführt wird und sich durch Fördermaßnahmen in den einzelnen gesellschaftlichen Bereichen auszeichnet.

Die Integrationspolitik ist unserer Meinung nach nicht gescheitert, bedarf aber der ständigen Evaluation und der Umsetzung von theoretischen Ansätzen in die Praxis. Diskussionen, wie sie in den letzten Tagen geführt wurden, führen nur zu Unmut und Verunsicherung, der hier lebenden MigrantInnen.

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten/9363050.htm

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,715730,00.html


 

7. Juli 2010

Staatsministerin Böhmer legt 8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor

Die Bildungschancen von Migrantenkindern haben sich nicht verbessert. Die Zahl der ausländischen Schulabgänger ohne Abschluss ist um rund ein Drittel im Vergleich zu den Vorjahren angestiegen. Von Chancengleichheit kann keine Rede sein.

Die Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Frau Maria Böhmer hat in Berlin den neuen Integrationsbericht der Bundesregierung vorgestellt. Der 600 Seiten umfassende Bericht schildert die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland.

Die Fakten und Zahlen bezüglich der Themata: Schulabbrecher, Ausbildungsquote, Arbeitslosigkeit usw. zeigen, dass die MigrantInnen insgesamt im Vergleich zu den Deutschen schlechter abschneiden.

"Die Integration in Deutschland gewinnt an Fahrt", sagte Staatsministerin Maria Böhmer. Fortschritte gebe es bei der Sprache sowie in Bildung und Ausbildung. Dennoch sei die Situation vieler Migranten sowohl im Bildungsbereich als auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor dramatisch. "Diese Großbaustellen der Integration müssen wir in den nächsten Jahren verstärkt angehen."

Hier finden Sie eine Kurzfassung des Integrationsberichtes:

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/__Anlagen/2010/2010-07-07-kurzfassung-lagebericht-ib,property=publicationFile.pdf


 

09. Juni 2010

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) unterstützt den Aktionstag "Bildungspatenschaften direkt" - mehr als 150 Patenschafts- und Mentoringprojekte stellen sich vor

aktion zusammen wachsen

Im Rahmen des Aktionstages "Bildungspatenschaften direkt" stellen sich heute in ganz Deutschland mehr als 150 Patenschafts- und Mentoringprojekte der Öffentlichkeit vor. Die Projekte gestalten rund 110 vielfältige Aktivitäten, darunter Pressetermine, Filmvorführungen und Erzählnachmittage, Theaterworkshops und Infostände auf öffentlichen Plätzen. Die BAGIV unterstützt den von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, initiierten Aktionstag.

In Ergänzung zu den Regelangeboten in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen unterstützen Paten Kinder und Jugendliche ganz individuell. Sie lesen vor, hören zu, helfen bei den Hausaufgaben und geben Tipps zur erfolgreichen Bewerbung für einen Ausbildungsplatz. Auch die BAGIV ist Träger zahlreicher Projekte im Migrationsbereich. Einige von ihnen beteiligen sich auch am Aktionstag. Die vielen ehrenamtlichen Bürger in Patenschaftsprojekten leisten einen enorm wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Es ist wichtig, dies anzuerkennen. Deshalb unterstützt die BAGIV diesen Aktionstag.

Der Aktionstag "Bildungspatenschaften direkt" findet im Rahmen der "Aktion zusammen wachsen" statt. Mit der Aktion will Staatsministerin Böhmer bestehende Patenschafts- und Mentoringprojekte für junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund unterstützen und die Gründung neuer Projekte anregen. Weiterhin sollen Bürger, aber auch potenzielle Unterstützer von Patenschaften für ein Engagement gewonnen werden, damit so viele Kinder und Jugendliche wie möglich von der wertvollen Arbeit der Paten profitieren. Mehr Informationen zur "Aktion zusammen wachsen": www.aktion-zusammen-wachsen.de.


 

19. Mai 2010

Erstes Jahresgutachten des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration vorgelegt

Einwanderungsgesellschaft: Integration viel besser als ihr Ruf

Bevölkerung zufrieden mit Integration und Integrationspolitik. Soziale Spannungsfelder, Problemstau im Bildungsbereich und Reformbedarf in der Zuwanderungspolitik bleiben.
Deutschland ist angekommen in der Einwanderungsgesellschaft. Dies zeigt das erste Jahresgutachten des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Die Integration läuft im gesellschaftlichen Alltag weitgehend auf Erfolgskurs, vor allem im europäischen Vergleich. Nach dem SVR-Integrationsbarometer, einer repräsentativen Befragung von über 5.600 Personen, zeigt die Bevölkerung einen "pragmatischen Integrationsoptimismus" und ein "belastbares gegenseitiges Grundvertrauen", so der SVR-Vorsitzende Klaus J. Bade. Zuwanderer vertrauen den Deutschen zum Teil mehr als der eigenen Herkunftsgruppe und mitunter sogar mehr als die Deutschen sich selbst. Der mit dem Integrationsbarometer erstmals gemessene Integrationsklima-Index (IKI) registriert einen positiven Mittelwert: Auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 4 (sehr gut) liegt der IKI für das Jahr 2009 bei 2,77 (Mehrheitsbevölkerung) und sogar 2,93 (Zuwandererbevölkerung). Auch in der Politik ist Integration als zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe akzeptiert.
Das Expertengremium sieht aber auch Problemzonen und mahnt Nachhol- und Reformbedarf auf politischen Baustellen an: Der Problemstau im Bildungsbereich bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund belastet den Arbeitsmarkt und kann den sozialen Frieden gefährden. Die Migrationsverhältnisse verschärfen den Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt und den Reformdruck auf die Sozialsysteme. Die Sachverständigen fordern eine gezielte, auch nachholende Bildungs- und Qualifikationsoffensive, die Förderung qualifizierter und bedarfsorientierter Zuwanderung sowie eine selbstkritische Auseinandersetzung mit den Motiven der zunehmenden Abwanderung von Qualifizierten.

Hier finden sie ausführlichere Informationen!


 

14.-15. Mai 2010

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Tandemprojekt in Berlin

Die BAGIV hat am 14. Mai 2010 in Berlin die gemeinsame zweijährige Fortbildungsreihe für Mitgliedsorganisationen mit dem Paritätischen Gesamtverband gestartet. Die 20 Teilnehmer/innen hatten in der zweitägigen Veranstaltung die Gelegenheit, sich über Struktur, Aufbau und Arbeitsfelder der sozialen Arbeit und freien Wohlfahrtspflege im Allgemeinen zu informieren. Norbert Struck (Stellvertretender Leiter der Abteilung "Soziale Arbeit und internationale Kooperation" sowie Referent für "Jugendhilfe" im Paritätischen Gesamtverband) hat hierzu das maßgebliche Inputreferat gehalten. Außerdem wurde beispielhaft der Bereich "Migrationssozialarbeit" im Paritätischen Gesamtverband durch Frau Dr. des. Jenny Bonin vorgestellt. Besonders das Forum der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen Gesamtverband sowie die verschiedenen Integrationsmaßnahmen der Bundesregierung, die der Paritätische für seine Mitgliedsorganisationen maßgebend begleitet, waren für die Teilnehmer/innen von Interesse. Eine Hausbegehung beim Paritätischen Gesamtverband sowie ein Besuch des Stadtteilzentrums am Teutoburger Platz und die Vorstellung der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH durch Frau Kaj Bergmann ("Unternehmenskommunikation") rundeten das Programm ab. Zum Abschluss hatten die Teilnehmer/innen die Gelegenheit in Kleingruppen über ihre bisherige Arbeit in den Organisationen vor Ort zu reflektieren sowie über zukünftige Maßnahmen nachzudenken. Die Veranstaltung wurde von Herrn José Povedano Sánchez (Leiter der Zentralen Koordinierungstelle für Ausländerarbeit in Bonn) und Frau Athena Leotsakou (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der BAGIV in Berlin) geleitet.


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9. Mai 2010

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

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Die Wahl zum 15. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen findet am 9. Mai 2010 statt. Alle 5 Jahre werden die Landtagsabgeordneten in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer, geheimer und freier Wahl gewählt. Wahlberechtigt sind Deutsche, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und spätestens seit dem 16. Tag vor der Wahl ihren Hauptwohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Land haben.

Die BAGIV hat im Vorfeld der Wahl alle politischen Parteien kontaktiert und um Auskunft über Kandidaten mit Migrationshintergrund gebeten. Einige Kandidaten konnten sich auf den Listen platzieren.

Die Kandidatur der Politiker mit Migrationshintergrund macht die Wahl bunt und erweckt großes Interesse bei den Wählern mit Migrationshintergrund.

Hier sind einige uns genannte Kandidaten mit Migrationshintergrund:

CDU
Eleonora Faust (Dortmund II)
Efkan Kara (Köln VI)

SPD
Nuri Ayaz (52)
Tayfun Keltek (106)
Serdar Yüksel (112)
Ibrahim Yetim (116)

FDP
Hadamik Ruda Slaska (73 Recklinghausen)
Timur Lutfullin (20 Leverkusen)
Hans Peter Fantini(44 Rhein-Kreis-Neuss)

Die Grüne
Mehrdad Mostofizadeh(12 Essen)
Arif Ünal(22 Köln)
Ali Bas (28 Ahlen)
Nadja Shafik (33 Wuppertal)

Die Linke
Ali Atalan (8 Münster)
Özlem Demirel (9 Köln)
Hamide Akbayir (11 Hagen)
Zeynep Bicici (21)
Robîn Ferman (Bielefeld)

Direktkandidaten
Ciler Firtina (Köln-Porz) Die Grünen
Zeki Gokhan(Rhein Erft II)
Sengul Senol (Köln IV)
Ismail Soy (Essen I)
Funda Özturk (Ennepe-Ruhr I)
Yasin Kut (Märkischer Kreis II)

Hier finden Sie weitere Informationen:

Wahlsystem       Landeslisten       Infoportal


 

8. Mai 2010

Fit in der Schule - Ohne Eltern geht es nicht!

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Die BAGIV hat am 8. Mai 2010 in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Kurdischen Gesellschaft in Giessen eine Tagung im Rahmen des gleichnamigen Projektes (gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) durchgeführt. Interessierte kurdische Eltern konnten sich eingehend über ihre Rolle für den Bildungserfolg ihrer Kinder informieren. Sowohl eine Mitarbeiterin der BAGIV, als auch die Vorsitzende des Stadtelternbeirates Gießen betonten in ihren Beiträgen die Bedeutung der elterlichen Unterstützungsleistungen und den Einfluss der Beziehung zwischen Eltern und Lehrer/innen, um den Kindern bessere Bildungschancen zu bieten. Mehmet Tanriverdi, der Ehrenvorsitzende der Deutsch-Kurdischen Gesellschaft und Präsident der BAGIV wies darauf hin, dass gelungene Integration nur über Bildung und Schule gelingen kann und forderte die Eltern auf, sich für ihre Kinder stark zu machen.


 

2. Mai 2010

1960 - 2010
50 Jahre Griechen in Deutschland - eine Erfolgsgeschichte für zwei Nationen

Griechen

In diesem Jahr jährt sich zum 50.ten Mal die Unterzeichnung des Anwerbevertrages für Arbeitnehmer zwischen Deutschland und Griechenland.

Die griechische "Gastarbeiterwanderung" nach Deutschland führte nicht nur zur historisch intensivsten Begegnung, sondern auch erfolgreichsten Zusammenarbeit in der langen Geschichte der Beziehungen beider Völker. Sie fand nicht nur zwischen Philhellenen, Politik und Wissenschaft statt, sondern umfasste auf breiter Ebene die Bürgerinnen und Bürger in beiden Ländern. Die Griechen - die Hälfte von ihnen Frauen - brachen in Scharen aus wirtschaftlicher Not und Perspektivlosigkeit nach Deutschland auf, trotz der schlimmen Erfahrungen durch die deutsche Besetzung und die hohen Opfer, die der 2. Weltkrieg in Griechenland gefordert hatte. Sie haben es in den letzten 50 Jahren geschafft, sich nicht nur im Arbeitsleben eine geachtete Stellung zu verschaffen, sondern sich in so großem Umfang erfolgreich zu integrieren, dass sie von den deutschen Behörden als die "unauffällige Minderheit" bezeichnet wurden: Ob als geachtete Arbeiter, Facharbeiter, Angestellte, Ärzte, Gastronomen oder Unternehmer aber auch als Forscher und Professoren sind sie aus unserem Land nicht mehr wegzudenken. Sie sind ein gutes Beispiel für den erfolgreichen Weg in Deutschland, dass sich wie nie zuvor in seiner Geschichte Zuwanderern freiwillig geöffnet hat: Sie haben die Möglichkeiten einer sich öffnenden Gesellschaft und der sozialen Marktwirtschaft in großer Zahl im allgemeinen Interesse unseres Landes klug genutzt. Sie waren aber auch stets Brücke zwischen den beiden Ländern, die das Verständnis zwischen beiden Nationen gefördert und erhalten haben - auch und gerade in schwierigen Zeiten.

Mehr Informationen finden Sie hier: 50 Jahre Griechen in Deutschland


 

23. April 2010

"Seminar für junge Spanier in Europa - Staatsbürgerschaft und Partizipation im Vereinswesen"

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Der Spanische Bundesverband veranstaltete in Zusammenarbeit mit den vernetzten spanischen Migrantenverbänden aus Frankreich (FACEEF) und Hamburg (Spanischer Jugendverband, FAJA) ein Netzwerktreffen für über 40 spanische, im Ausland lebende Jugendliche.

Im Nationalen Migrationsmuseum in Paris (CNHI) fand vom 23. bis zum 24. April 2010 eine Tagung des Bundesverbandes spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V., Mitgliedsorganisation der BAGIV, statt. Während dieser Veranstaltung für junge MigrantInnen entscheidende Aspekte, wie der Zugang zur spanischen bzw. zur doppelten Staatsbürgerschaft und ihre soziale Partizipation in Migrantenselbstorganisationen thematisiert. Darüber hinaus lernten sie verschiedene Möglichkeiten bilingualer Aus- und Weiterbildungssysteme kennen, um sich auch weiterhin eine parallele berufliche Zukunft in Spanien, Frankreich und Deutschland offen zu halten.

Die über 40 TeilnehmerInnen sollten in diesem Zusammentreffen gemeingültige Gründe für die insgesamt niedrige Beteiligung der spanischen Jugend in den Migrantenvereinen zusammenstellen und anschließend Lösungen finden, die zur Umkehrung dieser Tendenz beitragen könnten. Nach dem Besuch der Museumsausstellung über die Geschichte der verschiedenen Migrationsphasen in Europa und wurde den Jugendlichen ein Dokumentarfilm zur historischen Rolle der Migrantenorganisationen und ihrem Beitrag zur Integration und gleichzeitigen Fortbestand der kulturellen Wurzeln im Ausland vorgestellt. In den verschiedenen im Dokumentar erschienenen Interviews wurde geschildert, dass trotz der immer noch starken Präsenz von spanischen Jugendlichen in Deutschland, die aktive Partizipation in den spanischen Migrantenvereinen, die zum Teil schon seit über 40 Jahren existieren, im Laufe der Jahre drastisch zurückgegangen ist.

In der anschließenden Debatte kam heraus, dass die Mehrheit der jungen Spanier im Ausland sich in den Aktivitäten und Interessen der heutigen Kultur- und Elternverein nicht repräsentiert fühlt. Einige sprachen auch eine gewisse kulturelle und in der Konsequenz zum Teil auch sprachliche Entwurzelung an, die sich durch die modellhafte Integration der spanischen Migranten in diesen beiden Ländern entwickelt hat. Obwohl viele dadurch gewisse Schwierigkeiten haben, sich mit einer bestimmten Nation bzw. Staatsbürgerschaft zu identifizieren, hat sich am Interesse für gemeinsame Treffen und Versammlungen unter jungen Gleichgesinnten derweil nichts geändert. Der gemeinsame Hintergrund, ähnliche Wertvorstellungen und Lebensansichten und, allen voran, die kulturellen Wurzeln bewegen diese Menschen weiterhin dazu, diesem Interesse nachzugehen. Wenn das Fortbestehen der spanischen Vereinsbewegung garantiert und das Verschwinden der spanischen Migrantenselbstorganisationen verhindert werden möchte, muss die Jugend in die Vereinsarbeit integriert und ihr Interesse für diese ehrenamtliche Tätigkeit geweckt werden.

In einem angenehmen Ambiente erhielten die anwesenden Jugendlichen die Gelegenheit, ihrer persönlichen Erfahrungen und Ansichten zu diesem Thema öffentlich zu machen und, darüber hinaus, ihre reformierende Ideen zum Ausdruck zu bringen, die zur Erneuerung der Organisation und Strukturen in den verschiedenen Vereinen in erheblichem Masse beitragen könnten.
Bei weiteren Fragen, Anregungen oder persönlichem Interesse, wenden Sie sich bitte an den Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V., Schützenstraße 42, 42853 Remscheid, Tel.: 02191 421531, Fax: 02191 421432, cfma@iree.org.

Remscheid, 5. Mai 2010
José Ramón Álvarez Orzáez


 

9. April 2010

Frauenkonferenz zum Thema "Politik in der Praxis - Politische Partizipation von Frauen mit Migrationshintergrund"

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Am 9. und 10. April 2010 fand in Königswinter eine Konferenz für Frauen mit Migrationshintergrund zur Verbesserung ihres politischen Engagements statt, an der über 80 Frauen der unterschiedlichsten Generationen teilnahmen, die aus verschiedenen Teilen Deutschland angereist waren. Diese Veranstaltung wurde von der BAGIV im Zusammenarbeit mit ihrer Mitgliedsorganisation, dem Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine, organisiert und ist durch Mittel vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Projektes "Politik in der Praxis - Politische Partizipation von jungen Migrantinnen" ermöglicht worden.

Die anwesenden Frauen erhielten die Gelegenheit Gleichstellungsbeauftragte aus verschiedenen Regionen Spaniens auf ihre Erfahrungen im Bezug auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche aufmerksam zu machen, in denen Ungleichheit und Ausgrenzung direkt erlebt werden, die dazu führen, dass sich diese Frauen in geringerem Maße sozial beteiligen. Die Ursache liegt in einer durch die Frauen selbst durchgeführten Ausgrenzung. Ein Verhalten, dass sich durch eine auf Stereotypen basierende traditionelle Erziehung erklären lässt, innerhalb welcher, Frauen und Männern bestimmte Rollen fest vorgeschrieben waren. Heutzutage erleben wir glücklicherweise einen Wandel, der sich vor allem in den nachkommenden Generationen bemerkbar macht. Die Frauen besetzen mehr und mehr Vorstandspositionen innerhalb der Migrantenorganisationen, wenngleich auch ihre Partizipation immer noch sehr gering erscheint.

Der Spanische Bundesverband nahm diese Konferenz zum Anlass, um den Notwendigkeiten einer modernen liberalen Gesellschaft zu entsprechen, alte Strukturen zu durchbrechen und damit den Weg zur effektiven Gleichstellung von Mann und Frau im Vereinsleben ebnen zu können, aber auch um die jüngeren Generationen für ihre Situation und ihre Rechte zu sensibilisieren. Des Weiteren wurden die anwesenden Frauen mit den neuen gesetzlichen Maßnahmen in punkto Frauengleichstellung in Spanien auseinandergesetzt, durch welche das Prinzip gleicher Möglichkeiten und gleicher Rechte auch für Frauen im Ausland respektiert werden, wie es die verschiedenen Gleichstellungsgesetze auf europäischer Ebene vorsehen.

Remscheid, 13. April 2010
José Ramón Álvarez Orzáez


 

7. April 2010

Neue Ausschreibung für das Leadership-Programm der Bertelsmann-Stiftung

Die Bertelsmann-Stiftung bietet dieses Jahr zum dritten Mal ihr Leadership-Programm für junge Führungskräfte aus Migrantenselbstorganisationen an.

Bei dem Leadership-Programm handelt es sich um ein Qualifizierungs- und Vernetzungsprogramm für junge Verantwortungsträger aus Zuwanderervereinigungen, die sich bundes-, landesweit oder regional für Integration engagieren. Das Programm zielt auf die Stärkung ihrer individuellen Handlungskompetenzen ("capacity building"). Zugleich will es die Migrantenorganisationen in ihrer Arbeit unterstützen, die über ihre jungen Führungskräfte in ein Netzwerk zur Verbesserung der Integrationsbemühungen eingebunden werden.

Interessierte können sich ab dem 1. April 2010 für die Teilnahme am Programm bewerben. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2010.

Inhalte des Programms sind unter anderem Themen wie Konfliktmanagement, Kommunikation, Partizipation und Führung, die in vier Wochenendseminaren behandelt werden sollen. Der Vernetzungsgedanke steht zudem stark im Zentrum. Über den Zeitraum eines Jahres werden die 25 Teilnehmer in Workshops und im Selbststudium qualifiziert. Das Leadership-Programm wurde bisher zwischen 2007-2009 von zwei Gruppen absolviert und steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth.

Mehr Infos zu diesem Angebot finden Sie unter http://www.bertelsmann-stiftung.de/leadership-mo (siehe auch "Projektbeschreibung").


 

29. März 2010

frohe ostern 2010

Der Vorsitzende und der Vorstand
der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV)
wünscht Ihnen
Frohe Ostern!


 

27. März 2010

Tagesveranstaltung zum Thema "Politik in der Praxis - Politische Partizipation von Frauen mit Migrationshintergrund"

Am 27. März 2010 fand in Bonn eine Veranstaltung für Vorstandsmitglieder der Mitgliedsvereine der BAGIV zur Verbesserung des politischen Engagements von Frauen mit Migrationshintergrund statt, die aus verschiedenen Teilen Deutschland angereist waren. Diese Veranstaltung wurde von der BAGIV in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsorganisationen organisiert und ist durch Mittel vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Projektes "Politik in der Praxis - Politische Partizipation von jungen Migrantinnen" ermöglicht worden.

Die anwesenden Vorstandsmitglieder haben das Staatsangehörigkeitsrecht an zentrales Thema behandelt. In Unterstützung der Einbürgerungskampagne des MGFFI des Landes NRW, wurde in dieser Tagung vereinbart, dass die teilnehmenden MultiplikatorInnen die Einbürgerung von jungen Migrantinnen, allen voran im Hinblick auf die Möglichkeiten, die sich aus einer doppelten Staatsbürgerschaft von Ausländerinnen in Deutschland ergeben, in den jeweiligen Vereinen und Zentren thematisieren und fördern, ohne die eine reale politische Partizipation dieser Frauen nicht mögliche erscheint. Die Teilnehmer wurden außerdem mit der täglichen Arbeit der Integrationsausschüsse vor Ort vertraut gemacht und wurden dazu motiviert, Strategien zu entwickeln, damit mehr Frauen sich in die lokalen Strukturen der Integrationsarbeit integrieren.


 

27. März 2010

"Sinnvollwählen2010"

Am 27.03.2010 veranstaltete der Landesjugendring NRW anlässlich der Landtagswahlen im Mai das Event "sinnvollwählen2010", an dem auch Vertreter des kurdischen Kinder- und Jugendverbandes-KOMCIWAN- e.V. teilgenommen haben.

Während der Veranstaltung wurden zahlreiche Videobeträge zu diesem Thema, die von den Jugendlichen selber gestaltet und gedreht wurden, vorgeführt.

Zusätzlich wurden die "NRW- Wunschparteien" - Gewinner geehrt. Einige Gruppen von Jugendlichen hatten sich im Vorfeld der Veranstaltung Gedanken über ihre Wunschpartei gemacht. Sie erstellten ein Parteiprogramm mit den für sie wichtigsten Themen und veranstalteten eigene Wahlkampanien.

"Wir stellen fest, dass gesellschaftliche Beteiligung von Jugendlichen häufig nicht als politisches Engagement anerkannt wird. Junge Leute wollen die Gesellschaft mitgestalten. WIR rufen die junge Generation der Kurdinnen und Kurden auf, sich am politischen Geschehen im Land stärker zu beteiligen, um das gesellschaftliche und soziale Leben selbst entwerfen und gestalten zu können." erklärt der Bundesvorsitzender Serdar Altay.

Besonders spannend war die Diskussionsrunde mit den Vertretern der einzelnen Parteien.

"Viele kurdische Jugendliche in Deutschland sollten wissen, dass sie ein wichtiges Privileg besitzen; das Recht zu wählen. In einigen Siedlungsgebieten der Kurden, in der Türkei, in Syrien und im Iran, wird den Menschen noch immer der Weg zu freien Wahlen und somit zur Meinungsfreiheit verwehrt. Die jungen Menschen sollten sich dessen bewusst sein, dass die gleichaltrige Generation dort keinerlei Möglichkeiten zur politischen Willensbildung besitzt und somit mit schweren Sanktionen rechnen muss. Das Wahlrecht in Deutschland muss wahrgenommen werden. Die Wahl steht jeder Bürgerin und jedem Bürger zu." erläutert die Bundesvorsitzende Hetav Tek.

Diese Veranstaltung ist ein Teil der Kampagne des Landesjugendringes NRW "Nichtwählen stärkt die Falschen".

Den Flyer zum Event "Sinnvollwählen2010" finden Sie hier:
FlyerLuxusLärmkonzert.pdf


 

24. März 2010

"Verbesserte Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Abschlüssen und Qualifikationen"

Am 24. März hat die BAGIV an einem Fachgespräch im Bundeskanzleramt zum Thema: "Verbesserte Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Abschlüssen und Qualifikationen" teilgenommen. Die Integrationsbeauftragte Frau Staatsministerin im Bundeskanzleramt Prof. Maria Böhmer und Frau Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung Cornelia Quennet-Thielen haben zum Stand der gesetzlichen Neuregelung informiert und die integrations- und arbeitsmarktpolitische Notwendigkeit des Verfahrens im Gespräch mit verschiedenen Migrantenselbstorganisationen und bilateralen Wirtschaftsvereinigungen herausgestellt. Ein erster Gesetzentwurf soll bis zum Sommer 2010 erstellt werden. Herr Staatssekretär Dr. Michael Stückradt vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen hat im Anschluss daran die Thematik aus der Perspektive der Bundesländer dargestellt und zum Stand der Gespräche in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe informiert. Des weiteren wurden die Hindernisse bei der Anerkennung ausländischer beruflicher Abschlüsse anhand eines Praxisbeispiel aus Bayern und der Anerkennungspraxis bei Ärztinnen und Ärzten erläutert. Die Teilnehmer/innen haben die Gelegenheit erhalten, im Fachgespräch ihre Erwartungen und Bedenken in Bezug auf das anzuwendende Verfahren einzubringen. Die BAGIV begrüßt die Bemühungen der Bundesregierung zur Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen und sieht einer erfolgreichen Umsetzung mit Freude entgegen.


 

13. März 2010

"Für Gleichheit, gegen Frauengewalt" -
50 Jahre spanisch-deutsches Anwerbeabkommen -

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Unter dem Motto "Zusammen können wir viel erreichen, allein jedoch überhaupt nichts oder beinahe nichts" hat der Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine in Zusammenarbeit mit dem Spanischen Elternverein e.V. Essen eine feierliche Begegnung in Andenken an den Weltfrauentag veranstaltet, die am 13. März 2009 in Essen stattfand. Dieses Jahr wurde die Rekordteilnehmerzahl von über 320 Frauen verschiedenster Generationen erreicht, die aus verschiedenen Teilen Deutschlands angereist waren.

José Povedano, Vorsitzender des Spanischen Bundesverbandes, hob die seit vielen Jahren überdurchschnittlichen Leistungen im Vergleich zu anderen Migrantengruppen und sogar zu Einheimischen sind nicht zuletzt ein Verdienst ihrer bildungsbewussten Mütter hervor. Die spanische Frau hat es während diesen ganzen Jahren verstanden, ihre Rolle als Mutter mit der als berufstätige Frau geschickt und gelungen zu vereinbaren. Außerdem nutzte er die Gelegenheit, um an das 50jährige Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und Spanien zu erinnern, welches für viele dieser Frauen der Startschuss zu ihrer Migration nach Deutschland darstellte. Nach einer Diapräsentation von Bildmaterial aus verschiedenen Frauenseminaren und Tagungen des Spanischen Bundesverbandes und einem typischen spanischen Mittagessen, sahen die eingeladenen Frauen eine große, von Frauen selber dargebotene, Vorstellung.

Der Spanische Bundesverband wird den Weg in Richtung der Gleichberechtigung von Migrantinnen weiterhin nur gemeinsam mit den Frauen gehen, denn wie das Motto schon sagt "können wir gemeinsam viel erreichen, alleine jedoch überhaupt nichts oder beinahe nichts".

Remscheid, 19. März 2010
José Ramón Álvarez Orzáez

Bei Interesse für die Aktivitäten für Frauen mit Migrationshintergrund wenden Sie sich bitte an: Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine, Schützenstraße 42, 42853 Remscheid, Tel.: 02191 421531, Fax: 02191 421432, E-Mail: cfma@iree.org.


 

12. März 2010

Das schwedische Parlament:
Massaker an Armeniern in der Türkei war Völkermord

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Nach den USA hat nun das schwedische Parlament die Tötung von Millionen von Armeniern, Assyrern und Pontos-Griechen 1915 in der Türkei als Völkermord eingestuft. Die entsprechende Resolution wurde im schwedischen Parlament verabschiedet. Die Türkei hat als Protest ihren Botschafter aus Schweden zurück gerufen.

Das schwedische Parlament hat am Donnerstag überraschend eine Resolution mit Stimmen der Sozialdemokraten und Linken mit knapper Mehrheit (131 zu 130) verabschiedet, die den Genozid hunderttausender Armenier während des Ersten Weltkriegs in der Türkei als Völkermord einstuft.

Die kurdisch stämmige Parlamentarierin Gulan Avci hat für die Anerkennung des Völkermordes gestimmt und somit das Resultat mit ihrer Stimme mit herbei geführt.

Historiker schätzen, dass im Osmanischen Reich mehr als 1,5 Millionen hauptsächlich Armenier, aber auch Assyrer und Pontos-Griechen, von Türken getötet wurden; viele Forscher sprechen vom ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Die Türkei wehrt sich vehement gegen diese Einschätzung und hat wiederholt erklärt, die Zahl der Toten sei übertrieben, und die Armenier seien Opfer von Bürgerkrieg und Unruhen geworden.

In den letzten Jahren haben eine Reihe von Ländern den Genozid an den Armeniern in der Türkei anerkannt und die Türkei als Nachfolgestaat, als Erbe des Osmanischen Reiches, aufgefordert Verantwortung zu übernehmen.


 

9. März 2010

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NEWROZ-FEST

Aus Anlass des kurdischen Newroz-Festes werden bundesweit traditionell große Veranstaltungen und Feste von in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Kurden und Kurdinnen, organisiert.

Das Neujahrfest Newroz(neuer Tag)wird am 21. März von vielen Völkern des Nahen Osten gefeiert. Newroz" heißt wörtlich ,,der neue Tag" und hat sich aus den Wörtern ,,nu" (neu) und ,,roj" (Tag) über ,,nu"' und ,,nuroz" zu ,,Newroz" entwickelt. Die Kurden empfinden Newroz als Widerstandsgeist des kurdischen Volkes gegen Unterdrückung und Tyrannen.

Von Bedeutung ist, zu erwähnen, dass das Newroz-Fest vor zwei Wochen von der UN als kulturelles Welterbe anerkannt wurde. Schätzungsweise wird das Newroz-Fest weltweit von mehr als 300 Millionen Menschen gefeiert.

Newroz-Feste werden wie in den vergangenen Jahren auch in diesem Jahr von unseren Mitgliedsvereinen organisiert.

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Die erste Feier am 6.März 2010, mit der Beteiligung von tausenden von Kurden und mit einem umfangreichen kulturellen Programm hat in Wuppertal stattgefunden. Der Präsident von KOMKAR-EU Kovan Amedi, der AKP-Abgeordneter der Stadt Diyarbakir Abdurrahman Kurt sowie zahlreiche deutsche Politiker und Politikerinnen haben bei dieser von der KOMKAR veranstalteten Feier Reden abgehalten. Der Präsident der BAGIV Herr Mehmet Tanriverdi hat anlässlich der Feier eine Grußadresse zur KOMKAR gesendet.

Weitere Termine anlässlich des Newroz-Festes:

Berlin: 13.März 2010
Hamburg: 20.März 2010
Gießen: 20.März 2010
Bottrop: 21.März 2010


 

27. Januar 2010

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Besuch des Hessischen Landtages

Mit Unterstützung der BAGIV besuchte unsere Mitgliedsorganisation, die Deutsch-Kurdische-Gesellschaft Gießen am 26.01.2010 mit einer Gruppe von 26 Personen, hauptsächlich Jugendliche, den Hessischen Landtag; diese Fahrt bot sie im Rahmen ihrer Jugendarbeit an. Deutsch- und kurdischstämmigen Jugendlichen sollte die Möglichkeit geboten werden, demokratische Grundlagen unserer Gesellschaft besser kennenzulernen,
indem ihnen die Aufgaben des Landtages erklärt werden und sie bei einer Plenarsitzung des Landtages sowie an einem anschließenden Gespräch mit Parlamentariern teilnehmen.

In der Gießener Gruppe unter dem Vorsitzenden Metin Kumaraslan und weiteren Vorstandsmitgliedern befanden sich unter anderem auch die Gießener Stadtverordeneten Ika Bordasch, Renate Schlotmann und Mehmet Tanriverdi, sowie die Stadträtin Monika Graulich, die auch Mitglieder der Gießener Gesellschaft sind.

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Die Gruppe hörte sich interessiert die aktuelle Fragestunde des Parlaments sowie die Regierungserklärung des Hessischen Ministers der Finanzen Weimar betreffend "Gute Zahlen - Gute Jobs, das Hessische Sonderinvestitionsprogramm wirkt" an. Anschließend standen der Gruppe Landtagsabgeordnete aus Gießen, Gerhard Merz, SPD, Wolfgang Greilich, FDP, Mürvet Öztürk, B90/Grüne, sowie der Staatsminister des Inneren und Sport Volker Bouffier, CDU, ebenfalls aus Gießen, sowie eine Fraktionsmitarbeiterin der Linken über eine Stunde für Fragen und Antworten zur Verfügung. Im Vordergrund standen die Themen Zuwanderung, Integration, Asylrecht, Aufenthaltsrecht, regionale und Städtepartnerschaften sowie die Interessen des Wahlkreises der Abgeordneten im hessischen Landtag. Es war eine sehr sachliche Diskussion, bei der die gegensetzlichen Standpunkte ausgetauscht wurden. Die Abgeordneten und der Staatsminister wurden zum Newroz-Empfang der Deutsch-Kurdischen-Gesellschaft Gießen e.V. am 20.März eingeladen.
Anschließend wurde die Gruppe durch das Schloß sowie die Parlamentsnebenräume geführt. Nach der fachlichen Führung begab sich die Gießener Gruppe zu einem gemeinsamen Abendessen in ein kurdisches Restaurant nach Rüsselsheim, wo der Abend ausklang.

Die Deutsch-Kurdische Gesellschaft Gießen e.V. ist vor 10 Jahren gegründet worden, ihre Absicht ist eine bessere Verständigung und Freundschaft zwischen deutschen und kurdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in und um Gießen. Der Verein fördert und leistet Jugend- und Frauenarbeit, sowie sozialpädagogische Betreuung Jugendlicher.
Ferner strebt der Verein eine Städtepartnerschaft zwischen Gießen und einer kurdischen Stadt an.


 

11. Januar 2010

Eröffnung des Projektes "Migration als Chance in Gütersloh"

Am 11.01.2010 wurde das Projekt "Migration als Chance in Gütersloh" des Assyrischen Jugendverbandes Mitteleuropa (AJM) e.V., Mitgliedsorganisation der BAGIV, eröffnet.

Der AJM e.V. ist der Dachverband zahlreicher assyrischer Jugendorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz,, der seit seiner Gründung im Jahre 2002 ein breites Angebot an Veranstaltungen anbietet. Seit 2006 ist der AJM Mitglied bei der djo - Deutsche Jugend in Europa und ist dort auch personell im Vorstand vertreten.

Als Maßnahme zur Förderung der Integration von jungen Zuwanderern und Zuwanderinnen ist dieses Projekt eine ausgezeichnete Möglichkeit für Jugendliche mit Migrationshintergrund sich aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben zu beteiligen und einen eigenen Beitrag zur Formung einer kulturell und sozial offenen Gesellschaft zu leisten.

Das Projekt, welches vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert wird, wurde mit der Eröffnung der AJM Geschäftsstelle in Gütersloh ins Leben gerufen, und ermöglicht dadurch zum ersten Mal die Stelle einer hauptamtlichen Mitarbeiterin, die von der Jugendbildungsreferentin, Rima Hambardzumyan, besetzt wird.

Die BAGIV freut sich, dass die effektive Arbeit ihrer assyrischen KollegInnen weitergeführt wird und wünscht viel Erfolg für das neu eröffnete Projekt "Migration als Chance in Gütersloh".

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.ajm-online.com


 




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