Bundesarbeitsgemeinschaft
der Immigrantenverbände
in Deutschland e.V. 

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Integrationspolitik in Deutschland

Erstmals seit Ende der 1970er Jahre stehen in Deutschland wieder Fragen und Probleme der Integration von Zugewanderten sichtbar auf der politischen Tagesordnung. Schon damals hatte der erste Ausländerbeauftragte des Bundes und ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Heinz Kühn in seinem Memorandum "Stand und Weiterentwicklung der Integration der ausländischen Arbeitnehmer und ihrer Familien" das Diktum "Deutschland ist kein Einwanderungsland" in Frage gestellt. Das Kühn-Memorandum von 1979 ist das erste offizielle Dokument, das die Einwanderungsrealität in Deutschland als einen unumkehrbaren Prozess anerkennt und den Perspektivwechsel der Politik von einer Förderung der "Rückkehr" hin zur Förderung der "Integration" der MigrantInnen und ihrer Nachkommen fordert.

Mehr als ein Vierteljahrhundert hat es gebraucht, bis sich diese Erkenntnis auch gesellschaftlich durchgesetzt hat und die Forderung nach einer Politik, die gleiche Rechte und gleiche Teilhabechancen auch für MigrantInnen gewährleistet, vom Rand in die Mitte der politischen Debatte gerückt ist. Denn in all diesen Jahren hat sich an der grundlegenden Problemlage nur wenig geändert, während die lange Untätigkeit und anhaltenden Diskriminierung eher noch zur Verschärfung von Missstäbnden und neuen Konflikten beigetragen hat.

Quelle: http://www.migration-boell.de/web/integration/47_1581.asp

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Stand 09.10.2009 | Sitemap | Impressum | Kontakt