Bundesarbeitsgemeinschaft
der Immigrantenverbände
in Deutschland e.V.

zurück

Tagung vom 6-8. Oktober 2001

Tagung zum Thema:
Mobilität als Handlungsfähigkeit gegen Diskriminierung
6.-8. Oktober 2001

Das Buch zum Thema gibt es hier.

Endbericht des EU-Projektes

Programm:

Samstag, 06.10.2001

14:00 Uhr - 14:20 Uhr Begrüßung (Mehmet Tanriverdi, Vizepräsident der BAGIV)
14:20 Uhr - 15:00 Uhr Einführung in das Thema (Prof.Dr. Maria Dietzel-Papakyriakou)
Vorstellung der vier Arbeitsgruppen (jeweils die Leitung)

15:00 Uhr - 16:30 Uhr Arbeit in den einzelnen Arbeitsgruppen:

Arbeitsgruppe 1: Mobilität: Chancen für die 2. MigrantInnengeneration?

Vorsitzende/Moderatorin: Athena Leotsakou
Universität Essen
Berichterstatter: Dipl. Päd. Thomas Geier
Wiss. Mitarbeiter

Arbeitsgruppe 2: Mobilität im Alter: Die 1. MigrantInnengeneration

Vorsitzender/Moderator: Ass. Prof. Dr. Christoph Reinprecht
Institut für Soziologie, Universität Wien
Berichterstatterin: Alexandra Grasl
Wiss. Mitarbeiterin

Arbeitsgruppe 3: Auswirkungen von Mobilität aus kommunalpolitischer Sicht

Vorsitzender/Moderator: Gerrit van Ginkel
Stichting Netwerk, Almelo
Berichterstatter: Willem Loupattij
Wiss. Mitarbeiter

Arbeitsgruppe 4: Mobilität versus nationalstaatliches Selbstverständnis

Vorsitzender/Moderator: Prof. Dr. Georgios Tsiakalos
Nikos Poulantzas Society, Athen
Berichterstatterin: Eleni Stamou
Wiss. Mitarbeiterin

Tagung zum Thema:
"Mobilität als Handlungsfähigkeit gegen Diskriminierung"

Programm:

16:30 Uhr - 17:00 Uhr Kaffeepause

17:00 Uhr - 18:30 Uhr Weiterarbeit in den Arbeitsgruppen

18:30 Uhr - 19:00 Uhr Abschluß im Plenum

19:00 Uhr Abendessen

Sonntag, 07.10.2001

10:00 Uhr - 11:30 Uhr Weiterarbeit in den Arbeitsgruppen

11:30 Uhr - 12:00 Uhr Kaffeepause

12:00 Uhr - 13:30 Uhr Weiterarbeit in den Arbeitsgruppen Erstellung der Berichte

13:30 Uhr Mittagessen

14:30 Uhr - 16:00 Uhr Plenumsssitzung Berichterstattung aus den einzelnen Workshops (Tafeln)

16:00 Uhr Kaffeepause + Votierung der ausgearbeiteten Empfehlungen

16:30 Uhr - 18:30 Uhr Plenumssitzung Diskussion über die Berichte und Votierung

19:00 Uhr Abendessen

Montag, 08.10.2001

Vormittags: Abreise der Teilnehmer

Einwanderung wird häufig mit einer endgültigen Niederlassung im Aufnahmeland verbunden. Entgegen dieser weit verbreiteten öffentlichen Meinung, prägen Remigration, Mehrfach- und Pendelwanderungen zwischen Aufnahme- und Herkunftsland, aber auch Weiterwandern in Drittländer die biographische Realität vieler Migrantinnen und Migranten. In dieser Bereitschaft zur Mobilität spiegeln sich die unterschiedlich gestalteten Lebensentwürfe von Migrantinnen und Migranten, insbesondere auch das Bedürfnis, den Herkunfts- mit dem neuen Lebenskontext zu verbinden.


Aus der individuellen Perspektive von Migrantinnen und Migranten stellt Mobilität eine potentielle Ressource zur Erweiterung der Handlungsfähigkeit dar. Sie erlaubt dem einzelnen nicht nur, aktiv und flexibel die Chancen auf dem Arbeitsmarkt des Herkunfts- und Aufnahmelandes zu nutzen, sondern eröffnet auch Möglichkeiten, Benachteiligungen im Aufnahmeland entgegenzutreten.

Die auf Mobilität basierenden Lebensentwürfe vieler Migrantinnen und Migranten korrespondieren mit der von der EU angestrebten Freizügigkeit, sie kollidieren jedoch mit den Integrationskonzepten vieler Aufnahmeländer, die in hohem Maße auf Sesshaftigkeit und kulturelle Anpassung Wert legen. In den meisten EU-Ländern erschweren die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen die Möglichkeit, eigene Identitätskonzepte, Lebensentwürfe und kulturelle Besonderheiten zu verwirklichen, die für eine Verbesserung der Chancengleichheit in der Aufnahme- oder Herkunftsgesellschaft von entscheidender Bedeutung für die Migranten und Migrantinnen sind.


Im Rahmen einer Expertentagung, die vom 6. bis 8. Oktober 2001 in Berlin stattfindet, soll die These "Mobilität als Handlungsfähigkeit gegen Diskriminierung" zur Diskussion gestellt werden. Im besonderen wird zu beraten sein, welche Voraussetzungen es zu schaffen und welche Barrieren es zu überwinden gilt, um das Prinzip der Mobilität im Sinne einer Erweiterung von Handlungsspielräumen weiterzuentwickeln.

Die Expertentagung setzt vier thematische Schwerpunkte: Zum einen geht es um die Situation der "zweiten Generation", deren interkulturelle Kompetenzen von Seiten des Bildungssystems selten Anerkennung und Unterstützung erfahren, obwohl gerade diese Fähigkeiten eine Möglichkeit zur Kompensation der schlechteren Ausgangsbedingungen bieten könnten. Ein zweiter Themenkreis bezieht sich auf die Einwanderer der ersten Generation der Arbeitsmigranten, die nun häufig ein Alter erreicht haben, welches im ursprünglichen Migrationskonzept nicht vorgesehen war, und für die Rückkehr oder Pendeln wichtige Strategien zur Bewältigung der nachberuflichen Lebensphase darstellen. Darüber hinaus bezieht sich die Konferenz auf zwei Ebenen der politischen Arbeit: auf die Perspektive der kommunalen Ausländerarbeit einerseits und auf die Perspektive der nationalen politischen Entscheidungsträger andererseits.


Ausgangspunkt für die Tagung sind die Resultate eines von der Europäischen Kommission geförderten multinationalen Projektes, das gemeinschaftlich von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in der Bundesrepublik Deutschland (BAGIV), der Universität Essen, dem Institut für Soziologie der Universität Wien, der Nikos Poulantzas Society (Athen) und der Stichting NetWerk (Almelo) durchgeführt wird.

An der Tagung werden insgesamt etwa 40 Personen teilnehmen. Neben den Mitgliedern der Projektgruppe sind jeweils sechs nationale Expertinnen und Experten aus den vier Partnerländern sowie Vertreter der EU-Kommission eingeladen.

zurück
 
nach oben

Stand 24.06.2007 | Sitemap | Impressum | Kontakt